Neuer Kahn zum Einstieg-Nur welcher?

Die Kayakmodelle der User !
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flitsch
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Jan 2023 12 16:16

Neuer Kahn zum Einstieg-Nur welcher?

Beitrag von flitsch

Hallo Zusammen,
wie schon im meiner Vorstellung angekündigt beschäftige ich mir zzt. intensiv mit der Suche nach einem geeigneten Angelkajak mit Antrieb.
Mein Sit-In Tandemkajak ist halt leider zu sperrig und unpraktisch um damit gut angeln zu können. Deswegen möchte ich ein Zweitboot rein zum Angeln mir anschaffen.

Die Vorraussetzungen:
-Ich: 188cm groß, 105kg schwer (nach Weihnachten), durchschnittliche Fitness
-Einsatzgebiet: größere und kleinere Seen und bestimmt auch mal die Ostsee
-Budget: max. 2000€

Ich weiß, dass das Budget für ein Kajak mit Antrieb nicht besonders hoch ist. Allerdings würde das Kajak bei mir auf vllt 5-10 Einsätze/Jahr kommen und da lohnt sich ein sehr hochwertiges nicht wirklich.
Natürlich habe ich im Vorfeld viel das Internet und Onlineshops durchforstet um mir mal einen Überblick zu schaffen um dann mit der Idee, von dem was mir gefällt und was ich für Ansprüche habe, auf die Angelwelt nach Berlin zu fahren und mir die Boote mal genauer anzuschauen.
Vertreten waren Hobie, Native, Bonafide, Allroundmarin, Nordmann und Polestar. Letztere als einzige mit der ganzen Flotte.

Aufgefallen ist mir, dass Allroundmarin, Nordmann und Polestar sich offensichtlich beim gleichen Chinesen bedienen. Nicht, dass Made in China grundsätzlich schlecht ist, aber mir gefällt dieser Einheitsbrei nicht. Einzig das Polestar Freedom 10.8 hat mir ganz gut gefallen und ich habe es auch sonst noch nirgendwo unter anderem Namen gesehen. Platzangebot scheint in Ordnung und das "Deck" hinter dem Stuhl ist eben und ohne hochstehende Luken. Nordmann hat auf der Messe den "Fehler" gemacht einen Vermieter ihre Boote ausstellen zu lassen und die Boote sahen natürlich schlimm aus. Erschrocken hat mich, dass die Pedalwelle bei einem Kajak enormes Spiel hatte. Nach ca. 50 Einsätzen in der Vermietung wie man mir verraten hat. Die Pedalantriebe scheinen ja bei allen so ziemlich identisch zu sein.

Kann man sagen, dass diese Antriebe eher ein erhöhtes Wartungspotential haben?

Sehr gefallen hat mir Hobie. Von der Verarbeitungsqualität, dem Antrieb bzw. der Art und den klaren, glatten Linien (da stehe ich drauf :zwink: )
Leider hatten Sie nur das PA12, das Lynx und das i11 mit. Also alles nicht im meiner Preiskategorie. Online hat mir das Passport 12 und das Compass gut gefallen. Habe die beiden Boote bisher aber leider nicht in echt sehen können.

Meine Favoriten:

Polestar Freedom 10.8:
+ gute Verarbeitungsquälität und ansprechender Preis
+ Platzangebot und die kleinen Ablegemöglichkeiten und der Stand-by-Rutenhalter
+ es gibt Zubehör
+ "Veredelungsausstattung" Alu-Ruderblatt und Alu-Steuereinheit standardmäßig
- C-Schienen und Nutensteine machen keinen soliden Eindruck (Nutensteine aus Plastik/Messing)
- geteiltes Paddel hinter dem Sitz (schnelles Greifen nicht möglich)
- keine Gebervorbereitung

Hobie allgemein:
+ innovativer Antrieb
+ hochwertige Verarbeitung
+ riesige Zubehörpalette
+ Gebervorbereitung standardmäßig und einfach zu montieren

Passport 12.0
+ offensichtlich gutes Einstiegsmodell
+ Preis/ Leistung
+ Design
- eigenartige Farbenkonstellation
- freistehendes Ruderbatt
- kurze Nutenschienen

Compass

+ Design
+ Ruderblatt unter dem Boot
- kurze Nutenschienen
- über dem Preislimit (gebraucht ist auch nicht schlimm)

Vielleicht könnt Ihr mir ja noch eine Empfehlung oder einen Denkanstoß geben! Sind vllt. auch meine Bedenken mit dem Pedalantrieb unbegründet?

Danke für eure Mithilfe :) :thx:

Lukas
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Butje
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Jan 2023 12 21:24

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Beitrag von Butje

Empfehlungen sind ja immer so eine Sache, da selten sachlich :zwink: und meist noch vor dem Hintergrund der persönlichen Bedürfnisse in Verbindung mit den bevorzugten Angelrevieren.

Die Antriebe haben je nach Hersteller unterschiedliche "Schwachpunkte", müssen ja auch schon so einiges aushalten, natürlich auch abhängig von der Nutzung.

Der Vorteil, den ich beim Pinguin-Antrieb sehe: unter dem Yak guckt bei angelegten Flossen fast nix unten raus und somit ist der Antrieb auch im Flachwasser noch entspannt nutzbar....und die Kickup`s (wenn vorhanden) retten im Zweifel den Tag :zwink:

Ob man lieber "Fahrrad" fährt oder mit dem "Stepper" unterwegs ist, könnte auch noch ein Kriterium sein. Ebenso die Verstellmöglichkeiten des Sitzes....auch im Hinblick auf die Entfernung zum Antrieb.....Hobie löst das, wie ich finde, elegant über den Antrieb....da findet sich immer der passende Winkel für die Beine.

Ok, die beiden letzten Absätze sind schon irgendwie eine Empfehlung........ :wink2:
Andreas
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diggerbub
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Jan 2023 13 09:36

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Beitrag von diggerbub

Probefahren, Probesitzen gibt Aufschluß. Das Gewicht vielleicht etwas im Auge behalten, soll heißen, wie transportiert man das Ding und wie bekommt man es ins Wasser. Ich finde da PA14 toll, aber weiß nicht, wie sich so ein Gewicht bewegen läßt, wenn es nicht im Wasser ist. Wenn man eh an einer Slipe wohnt ist das egal, will man flexibel sein, ist eine gewisse Handlichkeit oder Händelbarkeit an Land nicht zu verachten :zwink:
Ich kann mich noch an meine Findungsphase erinnern, es platzt einem fast der Kopf. Je besser man überlegt und probiert, um so weniger Boote muss man kaufen, bevor man bei dem Richtigen ankommt :zwink:

Viel Erfolg und Gruß

Volker

...der jetzt sein drittes Kajak hat, ist aber jedesmal besser geworden das Boot :zwink:
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flitsch
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Jan 2023 13 09:59

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Beitrag von flitsch

Wenn es irgendwo möglich ist werde ich auch das ein oder andere Boot auch mal Probefahren. Die meisten Testpoints sind halt leider immer möglichst weit weg von mir... :zwink:
Ich kann es nur auf dem Autodach transportieren, da ich oft auch mit dem Wohnwagen unterwegs bin und deshalb fällt der Anhängertransport schon mal aus. Dachlast sind 50kg. Das PA fällt preislich ja sowieso weg und ist mir ehrlich gesagt auch zu groß.
Mein Ziel ist es, dass ich beim Abladen maximal das Echolot, den Antrieb, die Ruten und eine Kiste noch einpacken muss und in 10min startklar bin. Ist das realistisch?
Deswegen lege ich schon recht viel Augenmerk auf das Gewicht mit Stuhl und ein Echo-Ready System.
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Butje
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Jan 2023 13 10:30

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Beitrag von Butje

"startklar" ohne extra Gedöns wie z.B. Ruten -und Echolothalter, Sicherungen, Anker etc. und nur in kurzer Hose mit FlipFlops vielleicht in 10 Minuten möglich :zwink: :zwink:

realistisch würde ich etwas mehr Zeit einplanen - ist ja bestenfalls auch kein Wettrennen

mal bei Galaxy geschaut bzw. hier im Forum drüber gelesen......? Preislich ansprechend, mehr weiß ich darüber nicht

Vielleicht schaust du mal in unserer Usermap, wer in deiner Nähe wohnt - das macht Probefahrten auf Anfrage möglicherweise zeitnah und auf kurzem Weg möglich :wink2:
Andreas
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flitsch
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Jan 2023 13 12:58

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Beitrag von flitsch

Galaxy hatte ich vor einer Weile mal auf dem Radar. Das Alboran Fx hat ja auch einen Flossenantrieb. Wie gut der ist weiß ich nicht. Mir haben die aber nicht so zugesagt irgendwie. Sind tendenziell schon recht lang und das Alboran FX war ja auch schon wieder über 4m. Ich weiß Länge ist auf großen Gewässern schon von Vorteil aber es muss ja auch noch hantierbar sein.

Hab gesehen, dass Ekü Sport so ziemlich alle Hobie Modelle haben und einen Teich zum testen. Sind 1,5h fahrt von mir das werde ich demnächst mir bestimmt mal vornehmen. Und in Salzgitter gibt es einen Händler der auch Polestar vertreibt, vielleicht kann man da auch testen. Liegt jedenfalls auf der Strecke :daumen:
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Jan 2023 13 13:44

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Beitrag von Robert

flitsch hat geschrieben: 13. Jan 2023, 09:59 ...
Dachlast sind 50kg.
...
Das schränkt das max. Kajak-Gewicht doch schon ein. ( 50 kg - Dachträger)


:cap:
Gruß
Robert
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Sebastian cw
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Beitrag von Sebastian cw

flitsch hat geschrieben: 12. Jan 2023, 16:16Aufgefallen ist mir, dass Allroundmarin, Nordmann und Polestar sich offensichtlich beim gleichen Chinesen bedienen. Nicht, dass Made in China grundsätzlich schlecht ist, aber mir gefällt dieser Einheitsbrei nicht. Einzig das Polestar Freedom 10.8 hat mir ganz gut gefallen und ich habe es auch sonst noch nirgendwo unter anderem Namen gesehen. Platzangebot scheint in Ordnung und das "Deck" hinter dem Stuhl ist eben und ohne hochstehende Luken.
Ich habe mich in Berlin und heute in Duisburg lange mit Markus von PSP (Polestar) unterhalten. PSP steckt in jedes Kajak noch einmal selbst Arbeit rein und behebt Probleme im Vorfeld (die Chinesen sind wohl nicht besonders "qualitätstreu"), d.h. dort bekommst du für den Preis keinen Schrott. Manche Dinge wirken im Detail vielleicht nicht so hochwertig (wie die angesprochenen C-Schienen z.B.), werden bei sachgerechter Nutzung aber auch nicht nach zwei Einsätzen kaputt gehen. Mit PSP gibt es einen deutschen Vertrieb, der Ersatzteile und Service bieten kann. Das ist zumindest mein erster Eindruck.
flitsch hat geschrieben: 12. Jan 2023, 16:16 Passport 12.0
+ offensichtlich gutes Einstiegsmodell
+ Preis/ Leistung
+ Design
- eigenartige Farbenkonstellation
- freistehendes Ruderbatt
- kurze Nutenschienen

Compass

+ Design
+ Ruderblatt unter dem Boot
- kurze Nutenschienen
- über dem Preislimit (gebraucht ist auch nicht schlimm)
Zum Passport: Was meinst du mit "freistehendes Ruderblatt"? Das (serienmäßige) Ruderblatt dreht sich komplett auf den Rumpf, auch bei Grundberührung klappt es hoch. Es gibt jetzt ein "Upgrade", um das Steuer der Lynx und iTrek Serie auf das Passport umzurüsten.
Zum Compass: Es gibt eine "Ukraine"-Edition:
290167349_5925904100787613_5507270321080370395_n.jpg
Dieses Modell wird von Hobie gespendet; alle Beteiligten (Werft, Importeur und Händler) verzichten komplett auf die Marge und tragen die Transportkosten selbst; der Erlös geht zu 100% an Revived Soldiers Ukraine. Das soll keine Werbung sein (ansonsten löscht den Beitrag dann einfach), denn hier verdient keiner etwas dran (außer die Organisation). Das Compass ist ein neues 2022er Modell mit dem neuen Sitz, ist mit 2.400 EUR aber nicht mehr sooo weit vom Limit entfernt.
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flitsch
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Beitrag von flitsch

Das habe ich auch in Berlin. Grundsätzlich habe ich ja auch einen positiven Eindruck vom dem Boot gehabt und es ich finde es auch gut, dass man dann einen Ansprechpartner hätte. Aber ehrlich gesagt, was können die denn noch an Nacharbeit in da rein stecken? Die bauen das Alu-Ruderblatt und die Steuereinheit an und vllt noch den Teller auf dem Ruderblatt und dann war es das denke ich. Aber trotzdem habe ich das Freedom 10.8 weiter auf dem Schirm.
Aber dazu eine Frage: Ist die Rumpfform durch die Breite und die kurze Länge eher nicht so gut für große Gewässer (Ostsee z.b.)?

Ich meine damit ein Ruderblatt, welches nicht unter dem Rumpf sondern an den Rumpf angesetzt ist. Also wie bei Passport, Lynx ...
Grund ist der, dass es mir schon 2x bei meinem Tandem Kajak passiert ist, dass bei Kombination Wind/ loser Schnur bei offenem Bügel sich die Schnur hinten um das Ruderblatt gelegt hat. Und, dass eine Befreiungsaktion auf dem Rumpf liegend sehr gefährlich ist.

Das ist auch ein Grund, warum ich Kajaks nicht so mag, bei denen der Rumpf voll ist mit Schnüren, Knöpfen etc....

Ich habe auch gelesen, dass die Passport Serie 2023 um das Passport 10.5 R und 12 R erweitert wird. Anders sind da wohl nur das Herstellungsverfahren für den Rumpf und damit zusammenhängend die Farben. Heißt für mich, dass die "alten" Modelle bei der europäischen Markteinführung bestimmt günstiger werden. Ich werde das mal beobachten ;)
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diggerbub
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Jan 2023 16 08:51

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Beitrag von diggerbub

Moin,
Ruderblatt unterm Boot ist halt beim Angeln weniger im Weg, dafür muss man beim Verladen aufpassen, wenn das Boot auf dem Heck steht.

Das Nacharbeiten/Kontrollieren von Booten macht schon Sinn und die Überarbeitung unter anderem einer Steueranlage zum Beispiel ist schon sehr relevant, gerade bei Strampelkajaks.

Mein Eindruck von der Steuerung meines Strampelkajaks ist eher bescheiden. Du mußt halt mit dem Propeller das Ruderblatt anströmen, damit das Ding die Richtung ändert, das funktioniert zumindest bei WS mit einem 13er Boot so lala. Ich habe noch keinen Propellerfahrer mit langem Boot getroffen der von seiner originalen Steuerung begeistert ist. Shops, Foren und YT sind voll mit Umbauten :zwink: Wobei ich mir vorstellen könnte, das kürzere Boote manöverierfähiger sind, Länge läuft halt :zwink:

Desweiteren kommt es wohl ab und an auch zu fehlerhaften Rümpfen, wenn beim Spritzen etwas schief gegangen ist, also zu dünne Stellen entstanden sind. Solche Boote auszusortieren, ist eigentlich Sache des Herstellers, beim Kunden sollte so etwas nicht ankommen, kommt es aber immer mal wieder.

Ich hatte mal einen Chinesen und da waren auch etliche Schrauben gar nicht fest, was unter anderem auch daran liegen kann, das das Ding ja im Container um die halbe Welt gefahren ist. Bei den "Markenkajaks" steht allerdings auch immer drauf, das man alles kontrollieren soll, die haben ja üblicherweise eine ähnliche Reise hinter sich.

Den Aufwand solche Boote zu kontrollieren und zu überarbeiten sollte man schon wetschätzen, ich spreche da aus Erfahrung mit dem Lieferanten meines Chinesen, dem das alles an der Rückseite vorbei ging. ...und das Boot war so weit ok, bis auf den Zustand, das man nur bis Schuhgröße 32 damit fahren konnte.

Trotzdem darf man sich auch die Frage stellen, wenn der "Markenhersteller" 3,6k€ möchte und der Chinese nur 1,6k€, wo die Unterschiede sind. Bei meinem Umstieg vom nicht funtionierendem Chinesen auf ein Markenboot fiel auf jedenfall die Wertigkeit auf. Mein "Markenpaddelboot" hat mehr gekostet als ein Chinastrampler, aber ich habe es nicht bereut :daumen:

Bezüglich der Bootslänge und Breite würde ich die Ostsee nicht als ausschlaggebend sehen. Auf jedem großen See baut bei passendem Wind eine Welle auf, die Dir das Leben schwer machen kann. Polestar und Co sind bei dem Format (ca 330cm x 100cm) Schwimmpontons, also mega stabil, sehr viel Auftrieb, allerdings sitzt man auch recht weit oben. Die Form hat ja nicht mehr viel mit Kajak zu tun.Da hilft im Zweifelsfall rechtzeit das Angeln abzubrechen oder gar nicht erst zu starten. Wie sich so ein riesiger Schwimmponton im Wind gegen die Welle verhält, kann ich nicht beurteilen.

Den Gebrauchtmarkt solltest Du im Auge behalten, denn die Verfügbarkeit vom Wunschboot ist ja immer so eine Sache. Ich habe mein WS Radar so günstig geschossen, damit hatte ich nicht gerechnet :zwink: Jetzt steht im Nachbarort ein 12er Titan Propel mit attraktivem Preis, da könnte ich schon wieder schwach werden.

Mein Hauptkriterium für ein Angelkajak ist auf jedenfall Platz zum Angeln und das ganze Gedöns und da sind so breite Boote schon im Vorteil! :daumen: Zum Paddeln hast du ja schon ein Boot.


Gruß

Volker
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Beitrag von Sebastian cw

flitsch hat geschrieben: 16. Jan 2023, 07:30Ich meine damit ein Ruderblatt, welches nicht unter dem Rumpf sondern an den Rumpf angesetzt ist. Also wie bei Passport, Lynx ...
Grund ist der, dass es mir schon 2x bei meinem Tandem Kajak passiert ist, dass bei Kombination Wind/ loser Schnur bei offenem Bügel sich die Schnur hinten um das Ruderblatt gelegt hat. Und, dass eine Befreiungsaktion auf dem Rumpf liegend sehr gefährlich ist.
Dazu werden vielleicht die Lynx-Fahrer aus der Praxis mehr sagen können. Mir ist das noch nie passiert, auch bei den alten Modellen nicht, wo das Ruder (Twist'n-Stow) noch offener am Heck saß. Die Lynx-Steuerung ist sehr einfach mal eben hochzuklappen, was das Problem im Fall der Fälle beheben lassen kann. Die serienmäßige Steuerung beim Passport ist nicht aus dem Cockpit aufklappbar, es gibt aber einen Nachrüstsatz mit der Lynx-Steueranlage für das Passport.
flitsch hat geschrieben: 16. Jan 2023, 07:30Ich habe auch gelesen, dass die Passport Serie 2023 um das Passport 10.5 R und 12 R erweitert wird. Anders sind da wohl nur das Herstellungsverfahren für den Rumpf und damit zusammenhängend die Farben. Heißt für mich, dass die "alten" Modelle bei der europäischen Markteinführung bestimmt günstiger werden. Ich werde das mal beobachten ;)
MOMENT!! Die Passport R Serie ist NUR für den amerikanischen Markt und werden in Europa nicht verfügbar sein (Linzenzrecht).
Die europäischen Passports werden weiterhin in Frankreich produziert (wie bisher auch) und werden allein in Europa verkauft (nicht mehr in den USA).
Die amerikanischen Passports (R-Serie) werden in Kalifornien produziert (im bekannten Rotatotionsguss-Verfahren) und werden allein in USA verkauft.
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Beitrag von flitsch

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diggerbub hat geschrieben: 16. Jan 2023, 08:51
Mein Eindruck von der Steuerung meines Strampelkajaks ist eher bescheiden. Du mußt halt mit dem Propeller das Ruderblatt anströmen, damit das Ding die Richtung ändert, das funktioniert zumindest bei WS mit einem 13er Boot so lala. Ich habe noch keinen Propellerfahrer mit langem Boot getroffen der von seiner originalen Steuerung begeistert ist. Shops, Foren und YT sind voll mit Umbauten :zwink: Wobei ich mir vorstellen könnte, das kürzere Boote manöverierfähiger sind, Länge läuft halt :zwink:

Polestar und Co sind bei dem Format (ca 330cm x 100cm) Schwimmpontons, also mega stabil, sehr viel Auftrieb, allerdings sitzt man auch recht weit oben. Die Form hat ja nicht mehr viel mit Kajak zu tun.Da hilft im Zweifelsfall rechtzeit das Angeln abzubrechen oder gar nicht erst zu starten. Wie sich so ein riesiger Schwimmponton im Wind gegen die Welle verhält, kann ich nicht beurteilen.
In Berlin hat mir ein Mitarbeiter von Polestar die überarbeitete Steuerung angepriesen. Die haben keinen Anschlag mehr, sodass das Ruder um 90° beidseitig zu drehen ist. Hab ihn gefragt ob das nicht eigentlich schlecht ist, das Ruder quer zu Fahrt zu stellen. Es sei denn, man will eine Vollbremsung machen :zwink: Aber man muss es ja normalerweise auch nicht voll einschlagen. Aber vielleicht auch nice to have, wenn man im letzten Moment den großen Stein unter der Wasseroberfläche bemerkt..
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Beitrag von flitsch

Sebastian cw hat geschrieben: 16. Jan 2023, 14:21 Die Lynx-Steuerung ist sehr einfach mal eben hochzuklappen, was das Problem im Fall der Fälle beheben lassen kann. Die serienmäßige Steuerung beim Passport ist nicht aus dem Cockpit aufklappbar, es gibt aber einen Nachrüstsatz mit der Lynx-Steueranlage für das Passport.

MOMENT!! Die Passport R Serie ist NUR für den amerikanischen Markt und werden in Europa nicht verfügbar sein (Linzenzrecht).
Die europäischen Passports werden weiterhin in Frankreich produziert (wie bisher auch) und werden allein in Europa verkauft (nicht mehr in den USA).
Die amerikanischen Passports (R-Serie) werden in Kalifornien produziert (im bekannten Rotatotionsguss-Verfahren) und werden allein in USA verkauft.
Hab mir gestern mal das Umbauvideo von Hobie angesehen. Sieht ja schön einfach nach Plug-and-Play Umbau aus. Aber so richtig schön mit der rumfliegenden Leine ist das auch nicht. Und so richtig lohnen tut sich dieser Umbau glaube ich nicht.

Ok, wieder was gelernt! Aber schade eigentlich, denn rein optisch gefällt mir die R-Serie besser. Kann denn hier jemand einschätzen ob sich die beiden Herstellungsarten wirklich signifikant unterscheiden?
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